
NoMansphere
Präventionsprojekt zur Manosphere auf Instagram
Kurzinfo
Mit „NoManSphere“ reagieren wir auf die wachsende Präsenz misogyner und extremistischer Ideologien in sozialen Medien. Unser Instagram-Kanal und begleitende Workshops bieten jungen Männern wissenschaftlich fundierte Aufklärung, empathische Begleitung und alternative Männlichkeitsbilder – als Gegenentwurf zur toxischen Manosphere.
Inhalt
Junge Männer zwischen 16 und 25 Jahren befinden sich in einer besonders vulnerablen Lebensphase: Orientierungssuche, soziale Unsicherheit und Beziehungsfrustration machen sie empfänglich für misogyne Narrative der sogenannten Manosphere. Von Pick-Up-Artists über Men’s Rights Activists bis hin zur extremen Incel-Ideologien – algorithmusgetrieben verbreiten sich frauenfeindliche Weltbilder auf Instagram, TikTok und in geschlossenen Foren.
Unser Instagram-Kanal setzt hier an: Mit wissenschaftlich fundierter Aufklärung, empathischer Kommunikation auf Augenhöhe und Formaten wie Reels, Karussellposts und interaktiven Diskussionsrunden entlarven wir toxische Mythen (wie den „80/20-Mythos“ oder die „Chad-Fallacy“). Wir schaffen wir einen Raum, in dem Erfahrungen ernst genommen, problematische Narrative entlarvt und vielfältige Männlichkeitsbilder sichtbar gemacht werden. So fördern wir Medienkompetenz, kritisches Denken und die Entwicklung gesunder Identitäten. Dabei folgen wir konsequent dem Beutelsbacher Konsens: keine Moralisierung, sondern Dialog und kritische Medienkompetenz.
Was bietet das Projekt „NoMansphere“?
Instagram-Kanal: Prävention im digitalen Raum
Unser Instagram-Kanal (@nomanspherehessen) bildet das digitale Herzstück des Projekts und erreicht die Zielgruppe niedrigschwellig in ihrer Lebenswelt:
- Reels: Experteninterviews, Erfahrungsberichte, prägnante Fakten-Checks
- Karussellposts: „Fakten vs. Mythen“-Gegenüberstellungen, Infografiken und komplexe Themen wie Incel-Ideologie oder toxische Männlichkeit
- Stories & interaktive Sticker: Umfragen, Quizze, „Frag mich was“-Formate für niedrigschwelligen Dialog
- Profil-Highlights: Thematisch geclusterte Inhalte für langfristigen Zugriff
Die Inhalte basieren auf aktueller Forschung zu Online-Radikalisierung, Extremismusprävention und Geschlechterforschung und zeigen, wie misogyn geprägte Narrative und extremistische Ideologien in der Manosphere funktionieren – und wie man ihnen begegnen kann.
Der Host des Instagramkanals führt durch die Inhalte, schafft Nähe zur Community und regt zur Auseinandersetzung mit alternativen Rollenbildern und Identitätsentwürfen an.
Workshops mit Schulklassen
Die begleitende Workshopreihe an hessischen Schulen verknüpft digitale und analoge Bildungsarbeit:
- Partizipative Projektentwicklung: Die Workshops dienen als Fokusgruppen, deren Feedback direkt in die Content-Entwicklung einfließt.
- Sensibilisierung: Schüler:innen lernen, Manosphere-Narrative, Radikalisierungsstrategien und Algorithmus-Mechanismen zu erkennen und kritisch zu hinterfragen
- Safer Space für Austausch: In geschützten Diskussionsrunden können Jugendliche eigene Erfahrungen, Unsicherheiten und Fragen zu Geschlechterrollen, Social Media und Männlichkeitsbildern reflektieren
- Medienkompetenz stärken: Praktische Übungen zu Faktenchecks, Quellenanalyse und dem Umgang mit Desinformation befähigen junge Menschen, sich kritisch in digitalen Räumen zu bewegen
- Multiplikator:innen-Effekt: Teilnehmende werden sensibilisiert, toxische Narrative in ihrem Umfeld zu erkennen und als Peer-Educators zu wirken
Auftrag-/Fördergeber
Das Projekt „MaNOsphere“ wird von der Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e.V. herausgegeben und wurde durch das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz im Rahmen des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ gefördert.

Zielgruppe
Primär: Junge Männer zwischen 16 und 25 Jahren (Instagram-Community + Workshop-Teilnehmende)
Sekundär: Peers, Geschwister, soziales Umfeld (Multiplikator:innen) sowie Pädagogische Fachkräfte, Sozialarbeiter:innen, Lehrkräfte