Im Hintergrund Schultische mit Schüler:innen; eine Ebene darüber Text einer Programmierung, auf oberster Ebene Icons, die durch Linien verbunden sind und Kommunikationssituationen abbilden

Bildung vs. Algorithmus

Veranstaltungsreihe „Bildung4Future“ 

Schule als Fundament unserer Demokratie und Bildung als Empowerment in gesellschaftlichen Krisenzeiten 

In einer Zeit gesellschaftlicher Spaltung und algorithmischer Meinungsbildung steht die Schule vor enormen Herausforderungen. Als einzige Institution erreicht sie nahezu alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von sozialer Herkunft oder kulturellem Hintergrund. Doch Schule steht selbst unter Druck durch antidemokratische Positionen und Einwirkungen von außen. Wie also kann Schule ihrer Verantwortung als demokratisches Fundament gerecht werden?

Während politische Informationen und Meinungsbildung zunehmend über Social-Media-Plattformen und KI-Chatbots stattfinden, muss Schule als Korrektiv fungieren. Sie kann gesellschaftliche Spaltungstendenzen auffangen und jungen Menschen die Chance geben, sich als mündige Bürger*innen zu entwickeln. Durch Schülervertretungen, Klassenräte und partizipative Unterrichtsformen wird Demokratie zur erfahrbaren Realität.

Doch welche Unterstützung benötigen Lehrkräfte, um als Demokratievermittler*innen zu wirken? Wie kann Medienkompetenz als demokratische Kernkompetenz verstanden werden? Und wie können alle Akteure der Bildungslandschaft zusammenwirken, um das Entstehen von Echokammern und Parallelgesellschaften zu verhindern?

Das Dialogformat geht über traditionelle Podiumsdiskussionen hinaus und setzt auf dynamischen Austausch zwischen Panelgästen und Publikum. Pro Panelgast wird je eine halbe Stunde mit einem eigenen Fokusthema diskutiert – beginnend mit einer kurzen Key Note, gefolgt von interaktivem Austausch mit den Teilnehmenden. Nach den vier Sessions ist Zeit für Get-together und weiteren Austausch bis 20:00 Uhr. Gemeinsam erarbeiten wir konkrete Handlungsansätze und Best-Practice-Beispiele für eine Schule, die als Demokratie-Labor fungiert und gesellschaftlichem Auseinanderdriften entgegenwirkt.

Veranstaltungsort: 

Heimathafen im Alten Gericht 
Gerichtsstraße 2 
65185 Wiesbaden 

Termin: 
3. Juni 2026 // 16:00 – 20:00 mit Get-together

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Unsere Podiumsgäste

© Julia-Mittelhamm-Fotos

Dr. Julia Freudenberg 

promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin und Leiterin der Hacker School gGmbH in Hamburg. Sie bringt technische Expertise zur Rolle von KI und Algorithmen in der demokratischen Bildung ein und zeigt auf, wie Bildungsinstitutionen durch Vermittlung digitaler Mündigkeit junge Menschen befähigen können, algorithmische Systeme kritisch zu hinterfragen und demokratische Teilhabe in einer digitalen Welt zu stärken. 

Björn Nölte

Schulrat der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO (Berlin/Brandenburg) und ehemaliger Lehrer für Deutsch, Geschichte und politische Bildung. Als Gründungsmitglied des Instituts für zeitgemäße Prüfungskultur bringt er praxisnahe Expertise zu zeitgemäßer Lernkultur ein. Besonders relevant ist sein Engagement für digitale Mündigkeit als demokratische Kernkompetenz und seine Arbeit an innovativen Bildungskonzepten. 

© Katrin Born

Anja Tempelhoff

Leiterin der Abteilung „Schule in der digitalen Welt“ der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e.V.. Mit ihrer Expertise zur digitalen Transformation des Bildungswesens fokussiert sie auf die fundamentale Bedeutung souveräner IT-Architekturen als Grundlage für demokratische Bildung. Sie verdeutlicht, wie technologische Infrastrukturen und Datenhoheit zutiefst demokratische Fragen aufwerfen. 

Antje Biniek

Expertin für Partizipation, politische Bildung und Demokratieförderung bei der CRI – Civic Research and Innovation gGmbH und der Amadeu Antonio Stiftung. Sie entwickelt innovative Ansätze im Umgang mit digitalisierter Gewalt und Hate Speech und bringt wertvolle Expertise zum Stärken von Communities und der Einbeziehung marginalisierter Perspektiven ein. Ihre Erfahrung im Aufbau sektorübergreifender Netzwerke zwischen Verwaltung, Zivilgesellschaft und Bildungspraxis ist zentral für die Stärkung der Schule als demokratischem Fundament.

© Privat

Die Moderatorin

© Eduversum GmbH

Nele Kister

Projektverantwortliche für die Veranstaltungsreihe Bildung4Future bei der Eduversum Verlags- und Bildungsagentur. Sie konzipiert und moderiert interdisziplinäre Dialogformate zu gesellschaftsrelevanten Themen und deren Auswirkungen auf den Bildungsbereich. Sie schafft den Rahmen für einen lebendigen Austausch zwischen Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Medien sowie den Teilnehmenden.

Eine Veranstaltung in der Reihe Bildung4Future der Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e.V. 
in Kooperation mit der Eduversum Verlags- und Bildungsagentur

Die Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Bildungsprojekte für Schulen und außerschulische Lernorte entwickelt. Er erstellt Unterrichtsmaterialien zu gesellschaftspolitischen Themen, fördert die Medienkompetenz von Jugendlichen und organisiert als anerkannter Träger der politischen Bildung Veranstaltungsreihen und Diskussionsformate. Die Arbeitsgemeinschaft arbeitet eng mit Ministerien, Stiftungen und Bildungseinrichtungen zusammen, um politische Bildung lebensweltnah und partizipativ zu gestalten. 

Logo: orangefarbener Balken mit Schrift "Bildung for Future"
In grau steht "eduversum", darunter orange "Verlag und Bildungsagentur"